Nissan-Motor, Umbau für Ultraleicht-Flugzeug
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Warum

Gründe warum ein (alter) Micra-Motor: Dieser Motor wurde bisher vor allem in Selbstbau-ULs vom Typ Kiebitz (Doppeldecker) eingebaut. Ich vermute, weil zum Zeitpunkt der Entwicklung damals dieser Motor wohl einer der leichtesten auf dem Markt war und, vor allem gebraucht, günstig zu bekommen war. Der komplette Rumpf des Motors (außer Ölwanne und Zylinderkopfdeckel) ist aus Alu. Der Erbauer meines Fliegers (ich habe ihn aus 2ter Hand), hatte ursprünglich einen Rotax 582 drin, ein Zweitakter mit max. 65 PS. Wahrscheinlich weil der Zweitakter einen ziemlich hohen Verbrauch hatte (13-17 l/h), hat er sich so um 1995 entschieden den damals im Kiebitz gebräuchliche Nissan-Motor einzubauen. Ergebnis war ein in Leistung und Gewicht mindestens gleichwertigen Motor, der nun nur 8-11 l/h verbrauchte. Der Zweitakter sollte nach 300 h Laufzeit überholt werden, ein nagelneuer Nissan-Motor würde mindestens 1500 h laufen und Ersatzteile sind günstig im Kfz-Zubehör zu bekommen. Inzwischen wurde der Rotax 582 in ULs ziemlich vom 4-Takter 912 mit 80 PS verdrängt. Warum ich mir nicht gleich einen Rotax 912 einbaue? Ein neuer Rotax kostet so um die 12.000,- €, gebraucht mit 1500 h (bald Zeit für die Überholung, noch immer 4000,- bis 6000,- €. Selbst wenn ich beim Nissan-Motor alles machen lasse (überholen durch Fachfirma) kostet mich der Motor weniger als die Hälfte eines Rotax 912. Ersatzteile sind viel günstiger und trotz des Alters noch immer zu bekommen. Weitere Gründe: leichter, weniger Verbrauch und mindestens gleiche Leistung (was ich noch näher in den nächsten Berichte erkläre). Einen Nachteil darf ich hier nicht verschweigen: Wenn man sich nicht mit Motoren auskennt oder Freunde hat die sich damit auskennen, kann man nicht so einfach zu einem LTB gehen und sagen "reparier mal". Und mit dem Flieger zur Nissan-Werkstatt oder ATU.... Auch der ausgebaute Motor hat ja wenig Ähnlichkeit mit dem Originalen...
28.7.13 12:42
 


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